Welcher Jungunternehmer kann sich schon ein top ausgestattetes Büro leisten und versucht nicht hartnäckig sein eigenes Netzwerk aufzubauen? Coworking Spaces bieten eine günstige Alternative zum klassischen Büro für jede Geldtasche und ein vielfältiges Netzwerk rund um den Schreibtisch.

Allzulange waren wir der Annahme, dass große, starke und innovative Projekte am besten hinter verschlossenen Türen ausgebrütet werden sollten. Fernab von Menschen, die nicht in die Entwicklung eingebunden sind, um zu vermeiden, dass Gedankengut geklaut werden könnte. Coworking Spaces hingegen beweisen, dass Kreativität und folglich Innovation in einem offenen Umfeld blühen und gedeihen kann. So profitieren angehende Entrepreneure und Startups von der Expertise und dem Einfallsreichtum anderer Coworking Space Nutzer und können ihre Ideen an einem top ausgestatteten Arbeitsplatz ausbrüten. Wichtig ist dabei vor allem eines: Gegenseitiger Respekt und Vertrauen. Denn niemand will, dass eigene Ideen von jemanden anderen gestohlen werden.

Wir haben hier fünf unwiderstehliche Gründe für das Arbeiten in einem Coworking Space zusammengefasst:

#1  Ein Coworking Space ist ein flexibler, günstiger und top ausgestatteter Arbeitsplatz.

Anfangs ist es für jeden Jungunternehmer (aber auch Freelancer) schwierig, die eigene Auftragslage, das vorhandene Budget und die weitere Entwicklung einzuschätzen. Hohe Fixkosten und gebundene Mietverträge schrecken daher oft ab, einen Büroraum zu mieten.

Coworking Spaces bieten eine günstige und flexible Alternative, um nicht im Homeoffice arbeiten zu müssen und folglich Arbeit und Freizeit trennen zu können.

Je nach Betreiber kann ein Space fallweise stunden-, wochen- oder monatsweise gemietet werden. Zudem gibt es in einigen Fällen die Möglichkeit, Stempelkarten zu erwerben, die Rabatte garantieren. Die Nutzung ist daher unglaublich flexibel und individuell.

Im Sinne von „fair use“ kann damit der Schreibtischplatz mit Wlan, Drucker und weiteres Equipment genutzt werden.

#2 Du musst niemals daran denken, Kaffeebohnen zu kaufen,…

Toilettenpapier sowie Druckertinte zu besorgen oder den Techniker anzurufen. Das Büromanagement liegt bei den Eigentümern der Coworking Spaces, sodass du dich voll und ganz auf deine Ideen und Projekte konzentrieren kannst, ohne deine To-Do Liste um lästige Einkäufe und Erledigungen ergänzen zu müssen. Lediglich deinen Arbeitsplatz musst du so sauber verlassen, wie du ihn vorgefunden hast.

#3 Die Community als Düngemittel für deine Projekte.

Coworking Spaces sind ein bisschen wie ein öffentlicher Verkehrsbus: Alle haben ein Ziel, peilen verschiedene Stationen an und gehen einen ähnlichen Weg. Dementsprechend machen alle (gerade zu Beginn) sehr ähnliche Erfahrungen und stehen vor denselben Problemen. Als Teil der Community ist es daher möglich, von den Erfahrungen anderer zu profitieren und ebenso Mitgliedern bei Problemen zu helfen. In entspannter und legerer Atmosphäre, beispielweise bei einem Community-Barbecue oder dem klassischen Feierabend Drink, werden Ideen ausgetauscht und Probleme erörtert. Gerade die Vielfalt der Personen, die aus verschiedensten Branchen kommen, regt zum Denken an und kann als Zündschnur für die eigene Idee fungieren.

#4 Ein Networking Paradies rund um den eigenen Schreibtisch.

Ein wertvolles Netzwerk ist für Unternehmensgründer aber auch Freelancer unerlässlich. Die Varietät an Personen, die einen Coworking Space nutzen, ergibt bereits eine gute Startbasis, um sich ein kleines aber starkes Netzwerk aufzubauen. Viele Betreiber von Coworking Spaces bieten aber zusätzlich Veranstaltungen an. Vom Vernetzungsbrunch bis hinzu Seminaren und Workshops reicht die Veranstaltungspalette. Diese Events öffnen die Türen auch für externe Personen, sodass sich das vernetzen nicht nur auf die Community beschränkt.

#5 Zukunft liegt in der Luft.

Viele Coworking Spaces bieten die Nutzung so genannter FABLABS an. Diese „Labore“ sind je nach Anbieter mit modernster Technik ausgestattet. Somit sollen schnellstmöglich und kostengünstig Prototypen erstellt werden können. Stichwort ist hier durchaus „kostengünstig“, denn wenige Startups können sich während ihrer Entstehungsphase die Anschaffung jener technischen Geräte leisten. Als Nutzer eines Coworking Spaces ist das Experimentieren im Fablab meist für einen geringen Aufpreis und der Materialkosten möglich.

Hier geht´s zu den Coworking Spaces im Alpenraum.