Beim Startup Day wurde dieses Jahr besonders viel Wert daraufgelegt, dass jeder das Optimum für sich aus diesem Tag herausholen kann. Nach dem Frühstück und der Eröffnung des Events hatte jeder Teilnehmer seinen persönlichen Eventplan. Egal in welcher Phase der Unternehmensgründung man sich befand, es war für jeden etwas dabei. Das Programm zum 5. Startup-Day kann man hier nachlesen.

Mich persönlich haben am meisten die früheren Phasen der Gründung interessiert. Im Workshop „Umsatz mit Prototyp“ konnte man sehr viel lernen wie man z.B. sein Unternehmen verkauft, auch wenn man noch nicht einmal ein fertiges Produkt oder eine Dienstleistung hat. „Fake it, before you make it!“ wie die Amerikaner so schön sagen. Vor den Workshops konnten wir alle gemeinsam von Julia Kemenik lernen unsere Bühnenpräsenz zu verbessern. Die Opernsängerin, Chemikerin und Unternehmensberaterin konnte mit Witz und Charme die Teilnehmer des Startup-Days begeistern. Durch ihre Opernerfahrung schaffte sie es mit ihrem Programm „Pfeif da nix! Dein Erfolg braucht eine Bühne.“ in ca. einer halben Stunde die wichtigsten Aspekte der Bühnenperformance auf den Punkt zu bringen. Wer mehr über Julia erfahren will sollte sich ihre Website anschauen, ich persönlich kann sie sehr empfehlen.

(c) Fabian Irsara

Nach dem Vormittagsprogramm fand im Restaurant der Villa Blanka das Mittagessen statt. Dort hatte man die perfekte Gelegenheit zum Netzwerken. Das gute Essen und die gute Stimmung luden regelrecht dazu ein sich mit neuen Gesichtern auszutauschen.

Das interessanteste für mich waren die Experience Talks am Nachmittag. Dort hatte man die Gelegenheit seine Fragen direkt an die Gründer der verschiedensten Startups zu richten. Ich habe mich für Experience Talk #1 mit den Startups robowunderkind und zirb entschieden. Anna Iarotska von robowunderkind teilte mit uns ihre Erfahrungen über die Iteration von Prototypen und wie es ist in China zu leben und sein Produkt dort zu entwickeln. Sie erzählte uns unter anderem auch wie sie mit ihren modularen Robotern für Kinder auf der Crowdfundingplattform Kickstarter mehr als 250.000€ eingesammelt hat.

Durch die sympathischen Gründer Benedikt Handler und Carl Simbruner von zirb konnte man alles zum Thema Gründung in Tirol erfahren. Es war sehr spannend zu hören wie die 3 Jungs ihr Startup in der Garage der Eltern starteten und sie schlussendlich durch ihr großes Wachstum mehr Platz brauchten und nach Innsbruck übersiedelten. Bei der Zahl der Gründer waren sich beide Startups einig. 3 Gründer ist für sie die perfekte Anzahl und man sollte gleich am Anfang alles Rechtliche klären damit jeder weiß wo er steht und abgesichert ist.

(c) Fabian Irsara

Beim anschließenden BBQ konnte man den Startup-Day wunderbar ausklingen lassen und noch einmal die Gelegenheit zum Netzwerken nutzen. Ich muss sagen, der Startup-Day 2016 war für mich ein sehr spannender und lehrreicher Tag. Alles war perfekt organisiert, das Essen war ausgezeichnet und man hatte die perfekte Gelegenheit zum Netzwerken. Jedem der Interesse an Startups hat oder selber eines gründen will, sollte sich nächstes Jahr die Gelegenheit nicht entgehen lassen und am Startup-Day 2017 teilnehmen. Ich freue mich schon auf nächstes Jahr und auf viele neue Gesichter.

Fotos (c) CAST / Fabian Irsara

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