Die Region Tirol gewinnt zunehmend an Attraktivität für findige Gründer und bringt vermehrt innovative Startups in Innsbruck hervor. Speziell Lifestyle orientierte Entrepreneure schätzen die Region wegen der gründerfreundlichen Umgebung. Im Folgenden stellen wir euch fünf Startups aus Innsbruck und Umgebung vor, von denen man noch Großes erwarten kann.

Onlim

Das Tiroler Unternehmen Onlim bietet speziell für kleinere und mittelständische Unternehmen eine umfassende Verwaltungsoption für Social Media Plattformen. Facebook, LinkedIn, YouTube, XING und Flickr lassen sich somit mit einem Klick erreichen. Die Leistungen umfassen das Erstellen von Postings sowie die Generierung und Empfehlung von zu veröffentlichenden Inhalten. Auch bietet Onlim kostenlose Monitoring und Analyse-Tools zur Überwachung der PR-Kampagnen. Das Unternehmen differenziert sich stark von seinen zahlreichen Konkurrenten durch die Expertise der Gründer im Bereich der semantischen Technologien. Hierbei geht es nicht mehr um die Verknüpfung von Inhalten, sondern um die Verarbeitung von Daten um letztlich Informationen abzuleiten. Dass Onlim auf dem richtigen Weg ist beweist Google mit dem Patch „Hummingbird“ von 2013. Dieser neue Suchalgorithmus interpretiert, unter Berücksichtigung der Semantik der Suchanfrage, die Bedeutung der Anfrage und erhöht letztlich die Qualität der Suchergebnisse. Onlim sollte mit der zunehmenden Bedeutung semantischer Technologien auf jeder Watchlist stehen.

Gronda

Das Startup Gronda ist das Innsbrucker Pendent für Gastronomie und Hotellerie zu etablierten Jobportalen wie StepStone oder Monster. Allerdings rückt die Vermittlung von Arbeitgebern in der Hotel- und Gastronomiebranche mit zukünftigen Mitarbeitern stärker in den Fokus als in den anderen Portalen. Dies liegt vor allem an den hohen Fluktuationszahlen in der Gastronomie und dem Hotelbusiness, denn meistens spielen saisonale Beschäftigungsschwankungen eine große Rolle. Daher sind Zeit und Reputation ein wichtiger Faktor. Gronda überprüft deswegen jedes Unternehmen, ob es ein guter Arbeitgeber ist und gewährt dadurch eine gewisse Sicherheit für interessierte Arbeitnehmer. Anhand eines Algorithmus matcht Gronda die Präferenzen und Qualifikationen der Bewerber mit den Suchkriterien der Unternehmen. Somit müssen Unternehmen nicht warten bis sie angeschrieben werden und können Jobsuchende aktiv kontaktieren. Das Konzept des aktiven Matchmakings sowie die Bedienung der Marktlücke in der Gastronomie und Hotellerie machen Gronda zu einem interessanten Unternehmen, von dem wir in Zukunft noch einiges zu erwarten haben.

visalyze

Unter dem Motto „visual metaphors explaining big data“ bietet visalyze eine Softwaredienstleistung der besonderen Art. Die Software unterstützt Unternehmen bei der Visualisierung von Social Media Marketing Effekten sowie bei der Identifizierung und Analyse von Social Media Trends. Im Gegensatz zu zahlreichen Konkurrenten in der Big-Data Branche hat visalyze erkannt, dass die reine Anwendung von Statistik die Aussagekraft der Daten verringert und die abzuleitenden Handlungen einschränkt. Daher setzt man auf die Visualisierung von Big-Data in Form von Karten, Planeten und Beziehungsmustern. Darüber hinaus legt das Startup Wert auf eine spielend einfache Nutzeroberfläche, die das Auswerten der Daten mehr zu einem Vergnügen als zu einer Arbeit macht. Das Innsbrucker Startup hat sich darauf eingestellt, dass die Zukunft der Datenanalyse nicht nur in der statistischen Auswertung, sondern auch in einer endverbraucherfreundlichen Dienstleistung liegt. Wir sind der Meinung, dass wir in Innsbruck vom visalyze Gründer Christoph Holz und seinem Team noch mehr hören werden.

RateBoard

Die Idee für eine datenbasierte Hotelmanagementsoftware entwickelten die Gründer von RateBoard im Rahmen eines Tourismusprojektes der Universität Innsbruck. Die zunehmende Komplexität der Preissetzung für Hotelnächte im Zusammenhang zu Konkurrenzpreisen, Bewertungen und Kundenprofilen führt zu einer Überforderung der zuständigen Hoteliers. Daher berücksichtigt RateBoard in seinem Preisalgorithmus zusätzlich zu den genannten Faktoren Buchungsdaten, Social Media Trends und sogar Wettervorhersagen. Dadurch unterstützt das Unternehmen Hoteliers bei der optimalen Preisfestsetzung und wirbt mit einer durchschnittlichen Umsatzsteigerung von 8% für seine Kunden. Das Unternehmen bietet einen echten Mehrwert für die Hotellerie und sollte von jedem Startup Fan im Auge behalten werden.

kiweno

Das Tiroler Gesundheits-Unternehmen kiweno schaffte es dieses Jahr bereits mit einem 7 Millionen Euro Investment in der Puls4-Show „2 Minuten 2 Millionen“ zu einer kleinen Berühmtheit in der Startup Szene. Das Unternehmen sicherte sich die Unterstützung mit einem zeitgemäßen Geschäftsmodell, welches den aktuellen Zeitgeist von Nahrungsbewusstsein und Gesundheit aufgreift. Denn kiweno fokussiert sich auf das Thema Lebensmittelunverträglichkeit und bietet seinen Kunden kostengünstige Bluttests an. Hierzu können Kunden ein Testpaket erwerben und die Proben an zertifizierte Labore schicken. Ziel ist es unerkannte Unverträglichkeiten aufzudecken und den Kunden im Rahmen eines Gesamtpaketes zu beraten und zu unterstützen. Das Konzept kommt offensichtlich sehr gut an und hat großes Zukunftspotential. Daher sollte jeder Innsbrucker Gründer, Student oder Dozent dieses Unternehmen kennen.

Die Innsbrucker Startup Szene glänzt mit einem Portfolio voll vielversprechender Unternehmen. Von semantischen Technologien, über Big-Data Visualisierung und Preisoptimierungsalgorithmen bis hin zu Gesundheitsdienstleistungen der jüngsten Generation zählen Neugründungen das Bundesland Tirol zu Ihrer Heimat. Und der Trend hält an. Erfahre in unserer Rubrik Guide was du zum Entrepreneur benötigst und lass dich von anderen Innsbrucker Gründern inspirieren.