Oans, zwoa, Unicorn!

Vom 25.09.2016 bis zum 27.09.2016 hieß es wieder raus aus Kostüm und Anzug, rein in Dirndl und Lederhosen. Nein wir reden nicht vom alljährlichen Pflicht-Oktoberfestbesuch jedes nur annähernd im Umkreis von München angesiedelten Unternehmens, sondern vom wohl größten Gründerfestival seiner Art in Europa: dem Bits & Pretzels.

Dieses Jahr warb das Event mit zwei hochkarätigen, internationalen Gästen: Kevin Spacey und Richard Branson. Kevin Spacey, Hollywood Star, Oscar-Preisträger und Startup Investor eröffnete die dreitägige Konferenz mit einer beeindruckenden Rede und ermutigte zu mehr Risikobereitschaft. Zukünftige Trends sieht der House of Cards Darsteller vor allem im Bereich der Virtual Reality – die nicht nur vielversprechende Innovationen in der Entertainment Branche ermöglicht, sondern auch im Bildungsbereich ganz neue Türen öffnen wird.

Kevin Spacey

Auch am zweiten Tag war der Saal der Main Stage bis auf den letzten Platz gefüllt, als Richard Branson im Interview mit der Journalistin Kara Swisher über seine Anfänge als Gründer, zu einer Zeit als „entrepreneur“ in Europa noch ein Fremdwort war (kaum vorstellbar), und seine Visionen für die Zukunft plauderte. Neben seinem gigantischen Projekt, der weltweit ersten Spaceline, mit der es dann für schlappe 200.000 Dollar auch für Touristen ins All geht, plant Branson, der unter anderem auch eine Airline besitzt, ins Kreuzfahrtgeschäft einzusteigen. Virgin Cruises wird sich natürlich von jeglichen anderen Kreuzfahrtschiffen abheben, weil „normal“ kann ja jeder. Dass der Visionär sich womöglich wieder einmal selbst übertreffen wird, steht außer Frage. Wir dürfen also gespannt sein.
Seine Erfolge als Unternehmer geben Branson die Möglichkeit, sich auch der Lösung sozialer Probleme zu widmen. Neben seinen unzähligen Unternehmen, die alle unter der Marke Virgin gegründet wurden, engagiert sich Sir Richard auch im karitativen Bereich. Denn seine Aufgabe als Unternehmer sieht der self-made Milliardär darin, das Leben anderer besser zu machen.
Zum Schluss stellte sich Branson dann noch den Fragen des Publikums. Ob man denn als Startup wirklich ins Silicon Valley müsste, fragte ein Besucher. Branson, selbst Brite, antwortete da mit einem klaren „Nein.“ Auch europäische Startup Hubs wie London und Berlin hätten für Gründer einiges zu bieten.

Neben den Topstars gab es auf dem Bits & Pretzels noch viele weitere Highlights. Das Programm war prall gefüllt mit Präsentationen, Vorträgen und Pitches. Die Event eigene Networking App, mit deren Hilfe man nicht nur mit anderen Teilnehmern, Speakern und Investoren in Kontakt treten konnte, sondern sich auch ein individueller Programmplan erstellen ließ, half dabei, stets den Überblick zu bewahren.

Der letzte Tag des Bits & Pretzels stand ganz im Zeichen des Networkings – und natürlich des Bieres. Die Veranstalter luden zu Hend´l und Maß ins Schottenhammel Zelt auf dem Oktoberfest. Wer schnell genug war, konnte sich vorab einen Platz an den heiß begehrten Tischen der Table Captains buchen und hatte damit die einmalige Gelegenheit unter anderem mit den (Co-) Foundern von Airbnb oder N26 (früher Number26) das ein oder andere Bier zu trinken.

Und wer das Event verpasst hat bzw. kaum erwarten kann nächstes Jahr wieder dabei zu sein, der kann ab heute sein Ticket für das Bits & Pretzels 2017 kaufen. Also: Pack ma´s!

Fazit: Das Bits & Pretzels ist definitiv ein einzigartiges Startup Event mit besonderer Atmosphäre, das nicht nur Gründer aus Deutschland und Österreich lockt, sondern sich eines internationalen Publikums erfreut. Pluspunkte gibt´s nicht nur für die eingeladenen Speaker, sondern auch für die Gelegenheit, – mithilfe der Networking App oder durch die Wahl der Table Captains – mit erfolgreichen Gründern und Investoren in Kontakt zu treten.

Foto: ©Dan Taylor/Heisenberg Media