Marketability von innovativen Forschungsprojekten

Am 14. November 2016 fand in der HYPO Tirol Zentrale in der Meraner Straße in Innsbruck die Preisverleihung des CAST technology awards 2016 statt. Von 22 angemeldeten Projekten wurden die besten sechs Einreichungen prämiert.

Die Athmosphäre des Events war entspannt und locker, als Vertreter von startalps.co wurde ich sehr herzlich empfangen. Nach einem anfänglichen Meet & Greet wurde alsbald zur Preisverleihung übergegangen. Die Festredner – unter ihnen Markus Müller (Leiter der Hypo-Zentrale), Marcus Hofer (CAST-Geschäftsführer) und Landtagsabg. Martin Wex – hielten sich allesamt knapp und zeigten Sinn für Humor. Das Plenum war begeistert.

Denn im Vordergrund der Veranstaltung standen die eingereichten innovativen Geschäftsideen und Forschungsergebnisse, deren wirtschaftliche Verwertbarkeit und das jeweilige Marktpotential. Von den insgesamt 22 Einreichungen aus völlig verschiedenen universitären Fachbereichen, wurden insgesamt 6.200 Euro Preisgeld an die sechs besten verteilt.

Eine Fach-Jury hatte alle Projekte zuvor nach festgelegten Kriterien, darunter insbesondere die wirtschaftliche Realisierbarkeit, analysiert und bewertet. Aufgrund der Anzahl und Qualität der eingereichten Projekte entschied man sich neben dem ersten, zweiten und dritten Platz für ganze drei Viertplatzierte, die ex-aequo prämiert wurden.

Ein Dank gilt Mag.a Bettina Wenko, die das Event bereits seit mehreren Jahren erfolgreich organisiert.

Das sind die Sieger 2016:

  1. Platz: Univ.-Prof. Dr. Paul Debbage und Dr. Gudrun Thurner, Medizinische Universität Innsbruck, für ein Projekt zur Früherkennung von Darmkrebs, welches das jetzige Verfahren effektiver machen soll. Sie erhielten dafür 3.000 Euro.
  2. Platz: Elias Kärle und Univ.-Prof. Dr. Dieter Fensel, Semantic Technology Institute der Universität Innsbruck. Ihr Forschungsprojekt umfasst den automatisierten Onlinebetrieb für Anbieter von Produkten und Dienstleistungen über Open Data. Sie freuten sich über 1.500 Euro.
  3. Platz: Lucas Petschnig, Dr. Gerda Fuhrmann und Univ.-Prof. Dr. Hubert Huppertz, Institut für Allgemeine, Anorganische und Theoretische Chemie der Universität Innsbruck. Im Zentrum des Projekts steht die Entwicklung eines Infrarot reflektierenden, individuell einstellbaren Grünpigments – „cooles Grün“ genannt – das besonders umweltfreundlich ist. Das Team bekam 800 Euro.

Den 4. Platz teilten sich die Projekte „VectorDetect“ (Bestimmung von Krankheitserregern), ein „Bioprinting System“ und „OBSIDIAN“ (Software und Messgerät im Bereich Kläranlagen). Sie erhielten jeweils 300 Euro.

Was ist eigentlich CAST?

Das „Center for Academic Spin-offs in Tyrol“ ist eine Einrichtung, die innovative Ideen aus den Bereichen Forschung, Technologie und Kreativwirtschaft mit einem interdisziplinären Team kostenlos fördern möchte.

Wer kann sich für den CAST technology award bewerben und wie?

Teilnahmeberechtigt sind wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Tiroler Universitäten und Fachhochschulen oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Die Einreichung von Projekten erfolgt online via Upload-Formular innerhalb einer angegebenen Frist. Die übermittelten Infos und Ideen werden vertraulich behandelt.

Was heißt das jetzt für mich?

Insbesondere für Projekte, die im universitären bzw. dem Fachhochschul-Bereich angelegt sind, besteht die Möglichkeit, von Expertinnen und Experten beraten und begleitet zu werden. Der CAST technology award bietet eine gute Chance, sich zu präsentieren, bekannt zu werden, und sich nebenbei auch eine Prämie zu sichern.

Selbst wenn man am Ende nicht zu den Siegern zählt, bekommt man die Gelegenheit das eigene Projekt auf seine „Markttauglichkeit“ überprüfen zu lassen. Sprich: „Marktanalyse to go“, ohne etwas dafür bezahlen zu müssen. Darüber hinaus lernt man wichtige Leute kennen, die einem gerne weiterhelfen, coachen und wertvolle Tipps geben können – in allen Bereichen.

Fazit

Solltet ihr da draußen sein und im Rahmen eurer Anstellung an einer Uni oder FH oder sonstigen Forschungseinrichtungen in Tirol ein eigenes Projekt starten, dann meldet euch an. Ihr könnt nur gewinnen!

Wichtig: Besonders Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer und Startup-Gründerinnen und Gründer in Tirol sind generell dazu eingeladen, das Team von CAST zu kontaktieren. Man kann sich gegebenenfalls kostenlos beraten lassen, Fragen zum Thema Finanzierung und gewerbliche Schutzrechte stellen und vom CAST-Netzwerk profitieren. Also keine falsche Scheu – get in touch!