Raus aus den Stadtbüros und rauf auf den Berg

COWO Tirol, der höchste Co-Working Space der Alpen begrüßte vom 3. bis 23. Oktober Startups, EPUs, etablierte Unternehmen und Co-Worker. Auf 1.963 Meter konnten die Besucher ihre tägliche Arbeit verrichten und gleichzeitig die Aussicht und die frische Bergluft genießen. Als dreiwöchiges Pilotprojekt wurde der COWO im alten Panoramarestaurant am Patscherkofel untergebracht. Organisiert und betreut wurde das Ganze von der Standortagentur Tirol.
Die insgesamt 30 Arbeitsplätze boten nicht nur Platz für Einzelpersonen und Kleingruppen, sondern auch für Workshops und Firmenevents. Auch der StartUp Club Tirol nutzte den COWO bereits für eines seiner Events mit Beteiligung internationaler Startups. Neben den offenen Arbeitsbereichen gab es auch ein abgetrenntes Besprechungszimmer das von den Besuchern genutzt werden konnte.
Über die Homepage des COWO Tirol konnten die limitierten Arbeitsplätze gebucht werden. Ein einzelner Platz im COWO inkl. Tagesticket für die Patscherkofelbahn kostete 24 Euro pro Tag. Die gesamte Location, inkl. Tagestickets für die Patscherkofelbahn für alle Teilnehmer, konnte für 399 Euro pro Tag gemietet werden.

COWO

So nah und doch so fern

Mit dem Motto „We Take You To The Top“ lockte der COWO Tirol in den vergangenen Wochen seine Gäste auf den Innsbrucker Hausberg. Doch wie schnell und einfach kommt man eigentlich zum hochgelegenen Co-Working Space?
Am unkompliziertesten und schnellsten erreicht man sein Ziel wahrscheinlich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Vom Stadtzentrum kommt man mit der Buslinie J in ca. 15 Minuten zur Talstation der Patscherkofelbahn. Von dort aus führt die Gondel innerhalb von weiteren 15 Minuten (exklusive Wartezeit) zur Bergstation, wo sich auch schon der COWO befindet.

Auch wenn der COWO Tirol auf den ersten Blick relativ weit weg erscheinen mag, ist der einzigartige Arbeitsplatz hoch oben am Berg und inmitten der Natur lediglich circa 30-40 Minuten von Innsbrucks Zentrum entfernt.

Ein Pilotprojekt mit Zukunft?

Die dreiwöchige Testphase des COWO Tirol ist seit letztem Wochenende vorüber. Nun stellt sich die Frage ob das Projekt als reiner Versuch abgestempelt werden sollte oder doch in gewisser Art und Weise weitergeführt werden kann. Es ist bereits geplant, dass der COWO auch in der Wintersaison seine Pforten öffnen wird, sollte das Pilotprojekt genügend positive Rückmeldungen bekommen. Des Weiteren könnte das Konzept auf andere Destinationen angewendet werden, um so alternative Arbeitsplätze in unterschiedlichen Regionen Tirols zu schaffen.
Ein kurzes Feedback zum Arbeiten im COWO Tirol gab es auch vom Skinnovation Team. Die fünfköpfige Gruppe, die momentan die 2017er Ausgabe des alljährlichen Startup Events organisiert, testete einen Tag lang den außergewöhnlichen Arbeitsplatz am Patscherkofel. Neben der einzigartigen Lage mit Aussicht über ganz Innsbruck und der Nähe zur Natur, berichteten die Skinnovators auch positiv über das großzügige Raumangebot. Auch die legere Atmosphäre und der gute Service des COWO Teams erleichterten das Arbeiten, berichten die Skinnovation Organisatoren. Letztlich ist auch das vorherrschende Netzwerk an Gleichgesinnten ein positiver Aspekt aus Sicht des Skinnovation Teams.
Als kleinen Nachteil sah das Team von Skinnovation die relativ kurzen und unflexiblen Öffnungszeiten des COWO, die direkt an die Öffnungszeiten der Patscherkofelbahn gebunden sind. Der COWO Tirol öffnete erst um 9:15 Uhr und schloss bereits um 16:30 Uhr, was für Startups und andere Nutzer womöglich unpraktisch sein könnte. Zusätzlich bemängelten die Skinnovators den schlechten Handyempfang, der die Kommunikation zur Außenwelt definitiv erschwerte. Die WLAN-Verbindung funktionierte hingegen einwandfrei.

skinnovation

Es bleibt also vorerst abzuwarten, ob der COWO Tirol auch in Zunkunft zum „coworking“ am Patscherkofel lädt und die Idee möglicherweise auch in anderen Regionen Anklang findet.