Vom 8. bis zum 10. März 2018: Zum vierten Mal traf sich die internationale Startup-Community in den Tiroler Bergen, um gemeinsam Ski zu fahren, innovative Konzepte zu teilen und sich zu vernetzen. Ein Blick zurück auf drei Tage voll interessanter Begegnungen, Pitchen am Skilift und spannenden Vorträgen.

Day 1: Welcome to Innsbruck!

Skinnovation beginnt traditionell an einem Donnerstag, mit einem Welcome-Abend, bei dem das Kennenlernen und bereits die ersten Keynotes am Programm stehen. Unter dem Motto „Tyrolean Evening“ begann das Event am 8. März in der Tiroler Wirtschaftskammer im Herzen von Innsbruck.

Nachdem sich alle Teilnehmer angemeldet hatten ging es gleich los mit den Begrüßungsworten. Organisatorin Kathrin Treutinger erzählte, wie sie auf die Idee kam, eine Startup Konferenz auf Skiern auf die Beine zu stellen: Vor ein paar Jahren fuhr sie mit anderen Startuppern eine Woche lang mit einem Bus durch Afrika, um an Startup-Ideen zu arbeiten. Dieses Konzept übertrug sie kurzerhand auf Tirol – statt einer Busfahrt wurde es das gemeinsame Skifahren.

Nach Grußworten von Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Bodenseer („Think to do something very different from people who did something many years a thousand times“) und Uni-Innsbruck Vizerektor Bernhard Fügenschuh („If you loose one year, you gain 20  years of experience“) erklärte Patrick Dermak von Adbaker, wie man erfolgreich Produkte auf Facebook verkauft.

Höhepunkt des ersten Abends war die Diskussion über die Zukunft des Skifahrens. Daniela Hochmuth (POW), Reinhard Klier (Stubaier Gletscher), Martin Winchenbach (go-shred) und Siegfried Rumpfhuber (Original+ Ski) lieferten sich eine mitunter hitzige Debatte. Vor allem Martin Winchenbach richtete das Wort immer wieder an das Publikum und machte wortgewaltig auf die Problematik des Klimawandels bei gleichzeitiger Untätigkeit der meisten Menschen aufmerksam: „Wir müssen etwas unternehmen, denn jeder weiß heute, dass sich die Bedingungen drastisch ändern. Das Problem ist aber: Alle echauffieren sich, dass nur wenig dagegen unternommen wird. Aber kaum jemand möchte mehr für ökologische Alternativen bezahlen oder darauf verzichten, mit seinem Auto zu fahren“.

Day 2: Axamer Lizum & Iglu Party

Am Freitag fuhren alle gemeinsam in das Skigebiet Axamer Lizum unweit von Innsbruck.

Der Wettergott war den Skinnovators wohl gesonnen und schenkte ihnen einen sonnigen Traumtag bei perfekten Schneebedingungen. Der zweite Tag bot drei Sessions mit verschiedenen Vorträgen und jede Menge Ski & Fun. Simon Mader von Adbaker informierte etwa über verschiedene Facebook-Hacks, um beim Marketing eine bessere performance zu erreichen. Ganz wichtig sei der „social proof“: Bei Beiträgen auf Facebook solle man besonderen Wert auf eine positive Interaktion mit den Fans setzen. Mader erklärte, wie wenige wohlmeinende Kommentare die gesamte Community positiv beeinflussen und Trolle vom Kommentieren abhalten können.

Am Abend kam dann das große Party-Special: Skinnovation lud auf die auf 1.905m gelegene Seegrube hoch über Innsbruck zum gemeinsamen Dinner und der anschließenden Iglu-Party in der Cloud 9. Für viele war es ein unvergessliches Erlebnis.

Day 3: Schlick 2000

Der dritte Tag, führte die Skinnovators am Samstag ins Stubaital zur Schlick 2000. Wiederum gab es ein Angebot an inspirierenden Workshops und Keynotes, etwa von Michael Kriegel über das Projekt „5 Euro Startup“, das an der Universität München angeboten wird. Der Kern des Projekts stützt sich auf die Tatsache, dass es laut Kriegel keinen einzigen Menschen gebe, der keine Idee habe. Das Angebot richtet sich insbesondere an Studierende, die kein Studium im Wirtschaftsbereich absolvieren und sich oftmals nicht trauen, Unternehmer zu werden. Das Projekt soll genau diese Studenten motivieren: „Jeder kann etwas aus seinen Ideen machen, egal ob er Physik, BWL oder Literaturwissenschaften studiert“, erklärte Kriegel.

Packend war auch der Vortrag von Chris Obereder unter dem Motto „Secrets of Silicon Valley“. Zwei Jahre lebte und arbeitete der Deutsche in Kaliforniens Hightech-Hotspot für verschiedene IT-Firmen, dort „wo alles Neue in Echtzeit passiert“. Die Arbeit sei sehr kollegial, die Leute kämen aus allen Ecken der Welt, auch ihre Freizeit würden alle Teammitglieder gemeinsam verbringen. Neben spannenden Firmen-Deals in den Cafés von Palo Alto erlebte Obereder, wie schnell man es im Silicon nach oben schaffen kann, wenn einen die richtigen Leute „hypen“ und weiterempfehlen. Doch auch über die Schattenseiten wusste Obereder zu berichten: „Die Arbeit hört nie auf, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche musst du verfügbar sein. Arbeitsverträge gelten dort nicht viel, ‚hire and fire‘ ist Programm. Dennoch war es eine wahnsinnig tolle Erfahrung für mich“. Ein Grund warum er nach zwei Jahren wieder nach Europa ging ist, dass es laut ihm heute nicht mehr entscheidend sei, im Silicon Valley zu sein. Als „digital nomad“ könne man überall auf der Welt arbeiten.

Samstagabend war es dann soweit – das Finale von Skinnovation in der Orangerie im Kongress Innsbruck stand an: Nach einem gemeinsamen Dinner und den pitch finals samt Skinnovation Pitch Award, kamen auch die Musikfans auf ihre Kosten. Star-DJ Alan Walker legte im Innsbrucker Congress auf, die Skinnovators waren live mit dabei.

Skinnovation Pitch Award

Acht der 30 Startups aus den Skilift-Pitches qualifizierten sich für das Pitch-Finale. Michael Lukesch vom Biotech-Startup Valanx konnte die Jury und Publikum am Ende überzeugen.

 

Skinnovation 2018 – Hard Facts

*Donnerstag, 8. März  bis Samstag, 10. März 2018 in Innsbruck & Umgebung

*2 Skiregionen mit 65 Pistenkilometer (Axamer Lizum/Schlick 2000)

*ca. 300 Skinnovators & Speaker aus aller Herren Länder

*Workshops & Vorträge in den Skihütten, Pitching & Mentoring am Skilift.

 Abendprogramm mit Networking, gemeinsamen Dinners und Parties sowie Pitching-Contests