Was ist eigentlich aus den teilnehmenden Startups geworden?

Unter dem Motto „Sinnvoll Ideen kanalisieren“ konnten im vergangenen Jahr engagierte Personen aus Tirol ihre Idee in maximal 300 Zeichen verpackt über ein Online-Formular beim Ideenkanal einreichen. Bei Erfüllung der Teilnahmebedingungen wurden die Ideen auf der Startseite des Ideenkanals Tirol veröffentlicht. Nach der Einreichphase gab es fünf Tage Zeit, um möglichst viele Stimmen im Online-Voting zu erhalten. Dadurch konnten sich die zehn meistgewählten Ideen direkt für den folgenden Präsentationsabend qualifizieren. Weitere zehn wurden von einer fünfköpfigen Jury anhand festgelegter Bewertungskriterien bestimmt.

Beim Präsentationsabend hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, 25 Mentoren aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen und beruflichen Bereichen von ihrer Idee zu überzeugen. Am Ende wurden fünf der Ideen von den Mentoren mittels ihres Wissens und ihrer Fähigkeiten beim IDEENCAMP 1 gefördert. Außerdem erhielten sie Unterstützung bei der Akquise von Spenden aus der Bevölkerung. Tirol 2050 garantierte dabei eine Mindestförderung von jeweils 1.500€.

Nachdem nun ein Jahr vergangen ist, habe ich mir einige der geförderten Projekte noch einmal angeschaut und nachgefragt, wie sich die Ideen seitdem weiterentwickelt haben.

Ideenkanal

Lara – Lastenrad Kooperation Innsbruck

Von Sophia Neuner, Matthias Dusch, Wendelin Sponring, Tabea Eichhorn und Hannah Goettgens

Lara soll den Bewohnern von Innsbruck die Möglichkeit geben, ein Lastenfahrrad kostenlos auszuleihen, um damit schwere Transporte ohne Auto bewerkstelligen zu können.

Damit möchte das Team zu einem umweltfreundlichen Innsbruck beitragen.

Was ist aus der Idee geworden?

Nach der Teilnahme am Ideenkanal 2015 und dem Erhalt von Spendengeldern in Höhe von 2.650€ konnte sich Lara das erste Lastenfahrrad finanzieren. Derzeit verfügen sie über eine Verleihstation am Café CREMA coffee & delights in der Maria-Theresien-Straße. Die Verleihstation wechselt allerdings alle paar Wochen den Standort. Damit soll die Idee in Innsbruck bekannt gemacht werden. Wer sich das Lastenrad ausleihen möchte, kann sich ganz bequem in einem Online-Terminkalender für maximal 3 Tage eintragen, sofern das Fahrrad in diesem Zeitraum noch nicht besetzt ist. Mit dem ausgefüllten Ausleihformular und einem amtlichen Lichtbildausweis kann man sich das Lastenrad dann am reservierten Tag abholen.

Das Ausleihen ist komplett kostenlos, finanziert werden Reparaturen und Instandhaltung durch Spenden.

BürgerApp zur direkten Bürokratie

Von Paul Brandauer, Robert Gautsch und Jannik Siebert

Die App soll eine Plattform bieten, die Kommunalpolitik und Gemeindebürger näher zusammenbringt. Die Gemeindemitglieder sollen dabei stets über aktuelle Nachrichten, Änderungen und Entscheidungen informiert und darin einbezogen werden. Über die Diskussion mit den Bürgern erhalten Gemeinderat und Bürgermeister die Möglichkeit, die Interessen der Gemeinde zu erkennen und umzusetzen, sowie ihre eigenen Beweggründe zu erklären.

Was ist aus dieser Idee geworden?

Die drei Studenten waren im letzten Jahr neben dem Unialltag unter anderem in einer studentischen Unternehmensberatung tätig, was ihnen bisher wenig Zeit ließ, weiter an der Umsetzung ihrer Idee zu arbeiten. Auch wenn es noch zu keiner Weiterentwicklung kam, so hat Ideengeber Paul Brandauer die App noch nicht vergessen und möchte weiter an der Verwirklichung arbeiten, sobald die dafür benötigte Zeit zur Verfügung steht.

In einer Welt ohne Erdöl – Ein illustriertes Kinderbuch

Von Jakob „Juwee“ Winkler

Mit aufwendig gestalteten Illustrationen aus einer Kombination von Tusche, Aquarell und Photoshop möchte Jakob ein Kinderbuch gestalten, welches Kinder für den Umgang mit Ressourcen sensibilisieren soll. Die Zeichnungen verdeutlichen die gegenwärtige ökologische Situation mit dem Fokus auf den akuten Gefahren für den Planeten Erde. Davon ausgehend soll das Buch den Kindern alternative Handlungsmöglichkeiten näherbringen.

Was ist aus der Idee geworden?

Jakob „Juwee“ Winkler widmet sich noch immer mit Hingabe seinem Herzensprojekt. Die aufwendigen, selbst angefertigten Zeichnungen benötigen allerdings viel Zeit, so dass er die Vollendung seines Projektes Ende 2018/ Anfang 2019 plant.

Fazit

Der Ideenkanal bot den Teilnehmern die Möglichkeit, mit Experten in Kontakt zu treten, die sie bei der Konkretisierung und Ausarbeitung ihrer Ideen unterstützen. Durch die zusätzliche Spendenakquise konnten einige der Ideen verwirklicht werden und tragen unter anderem zu einem umweltfreundlichen Innsbruck bei. Auch wenn es bisher nicht alle Ideen zur Umsetzung gebracht haben, so konnte der Wettbewerb dennoch allen Teilnehmern hilfreiche Inhalte vermitteln.

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