Unsere Welt wird zunehmend digitaler, der Informationsaustausch immer einfacher und täglich werden wir von einer Flutwelle an Werbebotschaften erfasst. Die meisten Anzeigen werden bewusst ausgeblendet, Werbepausen werden übersprungen, kurzum: die Informationen werden ignoriert.

Wie kann ein Unternehmen da noch aus der Masse herausstechen? Die Antwort: Geschichten schreiben und Storytelling betreiben. Wer heute in Erinnerung bleiben will, muss Emotionen wecken. Wer heute verkaufen will, muss nachhaltig begeistern. Das schafft man nicht mit bloßen Fakten.

Was Geschichten bewirken

Damit eine Geschichte in Erinnerung bleibt, muss sie den Leser berühren und eine Verbindung zu ihm aufbauen. Digital Storytelling versucht genau das, indem die eigene Geschichte in Form von Kurzfilmen erzählt und über digitale Werkzeuge produziert wird. Behandelt werden meist bibliographische Themen, frei nach dem Motto „Jeder hat etwas zu erzählen“. Der Grundgedanke dahinter ist recht simpel: Vor allem reale Erlebnisse bieten Stoff für Geschichten, die das Publikum fesseln, denn Authentizität erregt Aufmerksamkeit und zieht die Zuschauer in ihren Bann.

Dabei gelten dieselben Prinzipien, welche auch herkömmliche Geschichten so erfolgreich machen. Eine emotionale Ausgangssituation und eine sympathische Hauptfigur, die Konflikte durchlebt, während sie auf den Höhepunkt der Handlung zusteuert. All das bewirkt, dass wir uns noch lange an das Geschehene erinnern und davon berichten.

Geschichten im Unternehmertum

Die Erschaffung einer digitalen Story bedeutet für den Produzenten eine kreative Auseinandersetzung mit dem eigenen Unternehmen. So wie jeder Autor die Kernaussage seiner Geschichte kennt, muss jeder Produzent wissen, welche Informationen das Unternehmen präsentiert und welche Botschaft er in die Welt tragen will. Um authentisch zu bleiben, muss die Geschichte zum Unternehmen passen und dessen Leitbild und Werte widerspiegeln.

Ultimativer Boost für Startups

Was heißt das nun fürs Unternehmertum? Beim Storytelling tritt das zu bewerbende Unternehmen in den Hintergrund, die Kunden werden vielmehr über eine persönliche Geschichte emotional angesprochen. Im Vergleich zu rein abstrakter Information fühlen sie sich dadurch miteingebunden und können eine persönlichere Beziehung zum Unternehmen aufbauen. Gute Geschichten vermitteln uns ein authentisches Bild, Glaubwürdigkeit und Kompetenz. Werden die Storys zusätzlich über Social – Media – Kanäle veröffentlicht, kann der Kunde sogar selbst aktiv werden, durch Teilen oder Kommentieren der Posts.

Geschichten beeinflussen unsere Wahrnehmung der Realität und formen sie ein Stück weit sogar mit. Wer aber aus der Masse hervorstechen möchte, muss der Welt schon etwas von sich preisgeben, damit das Publikum die Chance hat, sich mit der Handlung zu identifizieren. Wir wollen teilnehmen an dem, was andere begeistert, Geschichten sollen uns berühren und uns motivieren, etwas zu bewirken. Das wirkt authentisch, das wirkt mitreißend und bleibt uns hoffentlich noch lange in Erinnerung.

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