Um zu erfahren wie es dem StartUp Gronda geht, trafen wir uns erneut mit dem Gründer Valentin Schütz. Zuletzt bekam Gronda ein Investment von einer halben Million Euro.

Wie geht es Gronda?

Die Vision und das Geschäftsmodell von Gronda trifft den Nerv der Zeit. Die Gastronomie und auch die Hotellerie werden fortschreitend digitaler und die Mitarbeiter suchen nach Möglichkeiten sich online mit ihren Kollegen aber auch mit potenziellen Arbeitgebern zu vernetzen. Gronda hat mit seinem Team in letzter Zeit wirklich Vollgas gegeben und ist dadurch nicht nur von der Mitarbeiterzahl auf jetzt 12 Personen, sondern auch von der Anzahl der User sowie ihrer Kunden stabil gewachsen. Die nächsten Monate wird das Produkt weiterentwickelt, Wachstum forciert und die Internationalisierung vorbereitet werden. Gronda hat schon mehrere Wettbewerbe gewonnen und mit ihrer extrem guten Facebook Reichweite auf sich Aufmerksam gemacht, mehrere Investoren kamen schon auf sie zu. „Zum Zeitpunkt des ersten Interviews , waren wir eigentlich noch nicht wirklich auf Investorensuche“, erklärt der Gründer. Heute haben wir die am besten passenden Investoren ausgesucht.

Was für eine Vision hat Gronda?

Nachdem Gronda vor knapp eineinhalb Jahren als klassische Jobbörse gestartet ist, entwickelt sich das Startup ganz bewusst in Richtung Netzwerk und Inspirationsplattform. „Wir wollen Unternehmen, Mitarbeiter, Lieferanten und Dienstleister an einem Ort zusammenführen und ein Netzwerk schaffen, dass allen Mitgliedern Mehrwert bietet“, erklärt Valentin Schuetz. Die Personalsuche für Hotels und Restaurant wird natürlich weiterhin ein zentraler Bestandteil des Netzwerkes sein. „Dennoch wollen wir unseren Mehrwert für die Betriebe nicht auf diesen einen Punkt reduzieren. Vielmehr geht es langfristig für die Betriebe darum, eine Arbeitgebermarke aufzubauen und sich als fairer und vertrauenswürdiges Unternehmen zu positionieren. Hier setzen unsere Ideen und Visionen für Gronda an“.

Was sind eure Pläne?

„Mit unserer jetzigen Finanzierung haben wir viele Dinge geplant. Wir wollen uns auf Themen wie Produktentwicklung, Wachstum und Kundenzufriedenheit konzentrieren“, sagt Schütz. „Es gibt vor allem auf Seiten des Produktes viel Potenzial, dass wir mit der nötigen Manpower im Laufe der nächsten Monate ausreizen wollen. Im Winter dieses Jahres werden wir in einen Wachstumsschub investieren, um im deutschsprachigen Raum eine gewisse Marktpräsenz zu erreichen. Hier konzentrieren wir uns auf die Anzahl an regelmäßig aktiven Usern auf der Plattform. Das wird über Erfolg oder Misserfolg entscheiden“, kommentiert er.

Wie läuft die Professionalisierung ab?

Die Professionalisierung läuft bei Gronda in allen Bereichen ab. Langsam beginnt Gronda damit, gewisse Prozesse zu definieren und zu verbessern. Die Herausforderung dabei ist, trotzdem flexibel zu bleiben und die offene Unternehmenskultur aufrecht zu erhalten. „Wir merken, wie wir jeden Tag effektiver und effizienter werden. Vor allem unsere Partner und Investoren wie zum Beispiel SpeedInvest unterstützen uns hier tatkräftig mit Know-How und einem wertvollen Netzwerk von dem wir viel lernen können“.

Schwierigkeiten?

Beim Thema Geld versucht Gronda trotz der Finanzierung am Boden zu bleiben. Die Philosophie im Unternehmen ist es, Geld schlau zu investieren und jede größere Ausgabe mehrmals zu hinterfragen. Damit ist Gronda bis zu diesem Punkt sehr gut gefahren. Trotz dieser Philosophie ist es dem Team natürlich bewusst, dass sie sehr wohl investieren müssen und auch werden. Die Schwierigkeit ist hierbei die richtigen Prioritäten festzulegen. Gronda ist aber auf einem guten Weg.

Absatzmarkt und Strategien?

Auf Seiten des Produktes präsentiert Gronda den Usern und Kunden fast wöchentlich neue Features und Möglichkeiten im Netzwerk. Erst vor kurzem haben sie einige Verbesserungen veröffentlicht und schon jetzt sehen sie die positiven Auswirkungen auf die wichtigsten KPIs. Die Strategie für die nächsten Monate ist es, auf Seiten des Produktes ein stabiles und für die User und Unternehmen wertvolles Netzwerk zu kreieren. Sobald diese Grundlage gelegt ist, wird sich Gronda auf Wachstum und Retention konzentrieren. Außerdem wurden gerade einige strategische Partnerschaften mit Köchen, Lieferanten und Unternehmen auf die Beine gestellt, um das Netzwerk und die Mitglieder mit möglichst relevanten Inhalten zu versorgen.

Warum sollten wir eure Kunden werden oder bleiben?

Die Problematik der Mitarbeitersuche für Hotels und Restaurants hat sich im Laufe der letzten Jahre verschärft und wird in nächster Zeit nicht weniger akut werden. Traditionelle Jobbörsen, die das Mitarbeiterproblem eigentlich lösen sollten, funktionieren meist nicht mehr, weil sie für die Fachkräfte der Branche keinen Mehrwert bieten. Gute Köche, Sommeliers, Servicekräfte oder Manager werden von Unternehmen meist nur aktiv rekrutiert. Sprich, diese Personen müssen sich nicht mehr bewerben, sondern die Unternehmen melden sich bei ihnen persönlich. Grondas Netzwerk soll genau diese Leute begeistern und ihnen Möglichkeiten bieten, sich inspirieren zu lassen und sich mit ihren Kollegen auszutauschen. Somit haben Betriebe die Möglichkeit, auf diese Personen in ihrem Netzwerk zuzugehen und sie für ihre Vision zu begeistern. Das ist an Grondas Plattform einzigartig.

Marketingmaßnahmen?

Im Marketing hat Gronda in den letzten Wochen und Monaten viel an der Positionierung ihrer Marke gearbeitet. Inzwischen haben sie beispielsweise einige der besten Köche Deutschlands von ihrer Vision überzeugen und sie als Markenbotschafter für Gronda gewinnen können. Das ist wichtig, um weitere strategische Partnerschaften zu schließen. Ihr Wachstum konnte bis zum jetzigen Zeitpunkt durch gezielte Maßnahmen auf stabile Beine gestellt werden. Das gibt Gronda die Möglichkeit, Zeit in ihr Produkt zu investieren sowie herauszufinden, was ihre User in Sachen Features nachfragen und wie sie diese anschließend direkt umsetzen können. Ansonsten hat Gronda den Trend hin zu Videoinhalten in den sozialen Netzwerken frühzeitig bemerkt und mit einigen Formaten in diesem Bereich gute Reichweiten, Interaktionen und Conversions erzielen können. Hier wird Gronda in Zukunft definitiv weiterarbeiten.

Foto: Copyright  „Lukas Schmied – bureau-neubau.com“

Weitere Infos unter:

https://gronda.eu/home/