Was steckt hinter dem neuen Programm von AIESEC?

Das neue Programm von AIESEC ist eine Win-Win-Situation für Startups und Studenten.

Jedes Jahr im Frühling drängt sich bei vielen Studenten immer die gleiche Frage auf: Wie verbringe ich meine Semesterferien? Viele entscheiden sich dafür, ein Praktikum zu machen, um neben dem Studium Praxiserfahrung zu sammeln, andere wiederum zieht es ins Ausland. Jetzt gibt es eine Möglichkeit, beide Dinge zu vereinen – durch das neue Global Entrepreneur Programm von AIESEC haben Studierende die Möglichkeit, für ein paar Wochen bei einem innovativen Startup im Ausland zu arbeiten!

Obwohl das Programm gerade erst anläuft, sind mittlerweile schon über 330 Möglichkeiten auf der Webseite von AIESEC gelistet, um in den nächsten Monaten in einer kleinen, innovativen Firma mit lockerer Kultur ein Auslandspraktikum zu machen. Dabei ist von Marketing über Graphik Design, Web Development, Eventmanagement und Business Development nahezu jeder Arbeitsbereich in einem Startup vertreten. Auch die Auswahl der Locations ist groß. Egal ob Afrika, Europa, Asien, Australien, Süd- oder Nordamerika – mit Global Entrepreneur hat jede/r die Chance auf dem Kontinent seiner Wahl zu arbeiten. Allerdings sind bei der Auswahl einige Länder stärker vertreten als andere. So fällt auf, dass es zahlreiche Möglichkeiten gibt, in Brasilien und Ägypten zu arbeiten, dafür nur sehr wenige in West-/ Mitteleuropa und Nordamerika.

Dies bedeutet für Startups im Alpenraum einen starken Run auf Arbeitsplätze in Tiroler Startups und damit einen einfacheren Zugriff auf Human Resources.

Wen es aber als Student nach West-/ Mitteleuropa oder Nordamerika zieht, der sollte wohl momentan noch auf die älteren Programme Global Volunteer und Global Talent, die eine größere Auswahl bieten, ausweichen.

Das für sich richtige Projekt ausgewählt, kann man sich nun ganz einfach mit einem Klick auf den Apply-Button und einer kurzen Antwort auf die Frage, warum man der beste Kandidat, die beste Kandidatin für dieses Projekt ist, bewerben. Innerhalb kürzester Zeit erhalten Bewerber eine erste Rückmeldung. In der Regel wird als nächster Schritt nun ein Lebenslauf und Motivationsschreiben angefordert, anschließend folgt dann ein Skype-Interview. Nach diesen Schritten entscheidet sich dann, ob man den Praktikumsplatz im Ausland erhält. Leider ist dieses Praktikum aber meistens unbezahlt und so fällt neben den Reisekosten, auch eine Gebühr von AIESEC um 400 Euro (bei Global Volunteer liegt die Gebühr bei 250 Euro) an. Bei unserem Nachbar in Deutschland gibt es daher Stipendien, die Auslandsaufenthalte mit AIESEC gezielt fördern. In dieser Beziehung gibt es in Österreich also definitiv noch Nachholbedarf.

Es fallen für Studenten neben den Reisekosten und der AIESEC-Gebühr allerdings keine weiteren Kosten für die Verpflegung und Unterkunft im Ausland an.

Für Startups ist Global Entrepreneur daher nicht zuletzt auch aus Kostengründen interessant. Junge Unternehmen erhalten nach Bezahlung einer Aktivierungsgebühr junge, talentierte Mitarbeiter aus der ganzen Welt, die Erfahrungen sammeln wollen und einen großen Teil zur Entwicklung des Startups beitragen können. Da keine weiteren Kosten anfallen, eignet sich Global Entrepreneur sehr gut für Bootstrapping-Startups. Das Programm stellt aus diesem Grund eine Win-Win-Situation sowohl für Studenten, die Berufs- und Auslandserfahrung sammeln, als auch Startups dar.