Im Interview mit dem Gründer Armin Oberhollenzer, der 2012 in Südtirol LEAOS gegründet hat.

Kannst du uns kurz erklären was LEAOS genau ist und wer hinter LEAOS steht?

LEAOS ist eine innovative Mobility Marke. Unsere Vision ist die urbane Mobilität durch Innovative stylische Produkte zu verändern. Es wird nicht beim einen Modell bleiben, wir arbeiten bereits an weiteren innovativen Produkten. Hinter LEAOS steht ein Entwicklerteam aus Ingenieuren, Designern und Armin Oberhollenzer als Visionär der die einzelnen Bereiche zusammenführt.

Wie kam es zu der Idee?

Wir glauben, dass eine bestimmte Zielgruppe nicht mit dem grünen Gedanken zu erreichen ist, sondern durch emotional ansprechende Produkte, der Umweltaspekt ist ein positiver Kollateraleffekt. Nachdem der Zweiradmarkt das kaum oder nicht zu bieten hat wollten wir zeigen, dass man auch dort ähnlich wie beim Auto integrativ und designorientiert und trotzdem alltagstaugliche Fahrzeuge bauen kann.
Die urbane Mobilität kann nur top down wirklich verändert werden, also durch Verhalten von Opinion Leadern, top Verdienern usw. welches dann auf die breite Masse durchschlägt.

Wie lange hat die Produktentwicklung gedauert und welche Hürden musstet ihr dabei bewältigen?

Insgesamt 2 Jahre, die Schwierigkeiten lagen im Aufbrechen von Strukturen und Denkweisen in der Branche. Dadurch dass das LEAOS weder technisch noch ästhetisch dem entspricht was bisher gemacht wurde, mussten erst die richtigen Menschen dafür gefunden werden um die Idee zu realisieren. Dadurch dass wir optisch einige Standards verlassen, braucht so ein Produkt auch Zeit am Markt angenommen zu werden.

Wer sind eure größten Konkurrenten und wie hebt ihr euch von diesen ab?

Direkte Konkurrenz gibt es keine, da bisher keine Marke eine Art Karosserie vollkommen integrativ baut und damit ein von A-Z durchgestyltes Produkt mit integrativer Technik (also vollkommen im Körper integriert wie beim Auto).

Die meisten Marken bauen sehr traditionell mit einigen kleinen Designelementen. Auch ist LEAOS das erste E-Bike mit der Option Solarflächen zum Laden vollkommen in die Oberfläche zu integrieren.

Wie habt ihr den Preis für euer E-Bike festgelegt (Marktforschung, etc)?

Kosten und Marktforschung im Luxusgüterbereich.  Für ein weiteres Modell, das wir im Preis tiefer ansiedeln, gelten dann die Marktforschungen aus dem E-Bike Bereich im Allgemeinen.

Wo produziert ihr die Fahrräder und in welche Länder verkauft ihr diese bereits?

LEAOS wird in Italien produziert und assembled. Exportiert haben wir weltweit, bis nach Malaysia, USA, Norwegen, Slowenien, Dubai usw.

Wie habt ihr euch finanziert oder finanziert ihr euch?

Durch Business Angeles und Eigenkapital. Zum weiteren Wachsen werden wir diesbezüglich noch aufstocken.

Worin siehst du die größten Hürden bei der Gründung eines Startups in Italien?

Es gibt nicht die richtigen Impulse, die einem Startup helfen würden. Beispielsweise schnelle Zuschüsse, meist sind bei Innovationsprojekten die Wartezeiten zur Auszahlung mehr als 1 Jahr. Auch halte ich zinsgeförderte Darlehen für Unsinn, da sie zwar am Beginn Liquidität bringen, aber dann nach zwei Jahren, wenn die Rückzahlung beginnt,  wo man aber in der Regel noch nicht über den Berg ist, dann das Unternehmen in die erste Krise stürzen können. Auch gibt es keine Anreize bei der Besteuerung, bereits bei Minimalgewinn zahlt auch ein Startup voll.

Was würdest du gerne noch jungen Gründern mitgeben?

Wenn ihr etwas erreichen wollt, dann verlasst euch nur auf euch selbst, durchhalten und glaubt daran, es dauert meistens länger als ihr annehmt.

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