Bei der fünften Edition des Pioneers Festival 2016 am 24. und 25. Mai drehte sich in der Hofburg wieder alles um Entrepreneurship und die neusten Zukunftstechnologien. Neben interessanten Vorträgen und Workshops, konnten die rund 2500 Teilnehmer sich bei dem ausverkauften Festival bei austellenden Startups informieren, verschiedene Pitches besuchen und wertvolle Kontakte knüpfen. Wir haben unsere Eindrücke für euch zusammengefasst.

Ein Trend, der dieses Jahr sehr zu spüren war und sich durch das ganze Format zog, war eine bessere Strukturierung und Gliederung der Startups und Inhalte. Neu eingeführt und besonders hilfreich fanden wir die sieben Ecosysteme, dadurch bekommt man als Teilnehmer einen raschen Überblick über die relevantesten Inhalte und der Aufenthalt in der Hofburg lässt sich demnach effizienter gestalten. Das Programm bleibt dennoch vollgepackt mit interessanten Vorträgen und etablierte Formate, wie das Startup Roasting, finden trotzdem ihren Platz auf unserer „Hot-List“.

Die Speaker der Arena schaffen es wie immer zu inspirieren und zukunftsweisende Technologien und Ideen zu präsentieren. Besonders inspirierend fanden wir das Lebenswerk von Manoj Bhargava, der seine Energiedrink Milliarden (5-Hour ENERGY®) nachhaltiger Philanthropie widmet. In seiner Ideenschmiede „Stage 2“ beschäftigen sich Forscher mit Themen, die das Leben der ärmeren Hälfte der Menschheit maßgeblich beeinflussen können, nämlich sauberes Wasser, Elektrizität und Gesundheit. Treibende Erfindungen dahinter sind ein umgebautes Fahrrad, das Familien in Entwicklungsländern Zugang zu Elektrizität verschafft und von jedermann in einem typischen Dorf repariert werden kann, sowie der „Rain Maker“, ein Apparat, der es schafft in einer Stunde 1000 Gallonen reines Wasser zu produzieren.

Das Pioneers Festival beweist wiederum so gut wie kein anderes Event in Europa, dass es das Zeug dazu hat Investoren, Start-Ups und zukunftsorientierte Unternehmen an einem Ort zu vereinen und somit technologiegetriebene Innovation zu fördern.

Revolutionär fanden wir das Startup Ultrahaptics aus Bristol, dem es gelingt 3D-Objekte durch Ultraschall spürbar zu machen. Diese Erfindung ermöglicht eine ganze Bandbreite an neuen Konzepten zur Darstellung und Bedienung von Geräten, wie in diesem Video ersichtlich wird. Mit seinen zahlreichen Investoren und entsprechendem Kapital im Hintergrund beweist Tom Carter, CTO & Founder von Ultrahaptics, fernab von den Sandhill Road Milliarden, dass es auch in Europa möglich ist aus einer PhD Arbeit ein bahnbrechendes Produkt auf den Markt zu bringen.

Ein hilfreiches Tool für das Planen des Aufenthaltes und die große Zahl an interaktiven Pools und Q&A’s wäre sicher die Pioneers App gewesen. Leider hat bei uns, wie auch bei vielen anderen Teilnehmern, der Login nicht funktioniert. Abhilfe schaffte hier Gott sei Dank die slido Webseite. Die Entscheidung, ob eine „Live on Stage“ Implantation eines NFC Chips in die Hand einer Speakerin wirklich so öffentlich und ausgelassen gefeiert werden sollte, bleibt jedem selbst überlassen.

Fazit: Das Pioneers Festival 2016 war sicher wieder das Highlight des Jahres für viele Besucher und wir hätten noch die ein oder andere Geschichte auf Lager, aber wir wollen es zunächst bei diesen paar Einblicken belassen. (Wer noch Fragen hat, kann uns aber gerne kontaktieren.) Wir finden, dass das Pioneers ein sehr interessantes Event ist – besonders für Startups und Entrepreneuere im Tech Bereich. Die Vorträge und Pitches kann man zwar auch auf Video ansehen, allerdings profitiert man dann nicht von der einzigartigen Atmosphäre. Zudem zieht die Veranstaltung internationale Aufmerksamkeit auf die wachsende Startup Szene Österreichs.