Social Media Tipps für Startups

„Mit wenig Budget viele Leute erreichen – 2013 merkte ich zum ersten Mal, dass das mit Social Media funktioniert“. Vor vier Jahren stand Halit Karagöz vor der Aufgabe kostengünstig Marketing betreiben zu müssen und sah Potenzial in den Social Media-Kanälen.
Neben der Matura und einem Job im Verkauf bestritt der heute 24-Jährige bis vor einem Jahr erfolgreich Wettkämpfe als Natural Bodybuilder. 2013 sprang Halit Karagöz auf die Fitnesswelle im Netz auf, begann sich selbst zu vermarkten und darüber hinaus Ernährungspläne über seine Webseite zu verkaufen. „Besonders interessant ist, dass du über die Social Media-Kanäle einen direkten Zugang zum Endkunden hast“, erklärt er. Heute arbeitet der Innsbrucker erfolgreich als Online Marketing Manager in der Tourismusbranche.

Welche Überlegungen sollte man als Startup unbedingt gemacht haben, bevor man mit dem Online Marketing startet?

Zu Beginn jeder Social Media-Aktivität sollte man sich Gedanken über die Zielgruppe und die Vermarktung des eigenen Produkts machen. Wen kann bzw. will ich mit diesem Produkt erreichen und wie bringe ich die Interessenten dazu, mein Produkt zu bestellen. Das A und O ist dann das Storytelling, denn wie man so schön sagt, Content ist King.

Welche Kanäle würdest du als „Muss“ bezeichnen?

Nach wie vor ist die Mehrheit bei Facebook vertreten. Dort kann man einfach alles vermarkten. Außerdem ist Facebook so groß, dass es die Konkurrenz schwer hat, sich zu etablieren, weil Facebook einen möglichen Konkurrenten einfach aufkauft. Etwas mehr für die jüngere Generation ist Instagram. Der zu Facebook gehörende Kanal umfasst weitaus mehr Funktionen als Snapchat und hat den Video/Bildkonkurrenten bereits kopiert.

Ganz vernachlässigen sollte man aber Kanäle wie Snapchat und Youtube nicht.

Beschreibe bitte dein Leitfaden für erfolgreiches Social Media Marketing.

  1. DIE STORY: Was will ich erzählen?
  2. DER PLAN: Wie vermittle ich die Story mit kontinuierlichen Beiträgen, ohne den roten Faden zu verlieren.
  3. DIE FORM: Bilder sagen mehr als 1.000 Worte und weniger Wörter sind mehr. Bilderposts sind bei Facebook erfolgreicher und nur wenige lesen einen Posting mit 300 Wörtern.
  4. DIE GEDULD: Social Media ist ein Langzeitinvestment. Der Stein muss erstmal ins Rollen kommen, aber wenn er rollt, dann rollt er.
  5. DAS BUDGET: Ab 200€ im Monat und 1-2 Stunden pro Tag sind notwendig.

Wie und wo kann ich mir als Startup am besten Wissen zum Social Media Marketing aneignen?

Social Media verändert sich von Woche zu Woche. Ganz wichtig ist, immer up to date zu sein. Mit Hilfe von Tutorials kann man sich das nötige Wissen aneignen und selbst zum Profi werden. Empfehlenswert sind die Videos von Gary Vaynerck, der in seiner #ASKGARYVEE-Show keine Fragen offenlässt. Ansonsten lohnt es sich durchaus auch einem erfolgreichen Blogger um einen Rat zu fragen.

Wenn ich als Startup genügend Geld für einen Profi habe, wie erkenne ich ihn?

Eine spezielle Ausbildung für diesen Beruf gibt es nicht. Wenn mein Budget reicht und das Unternehmen eine Social Media Marketing-Stelle zu vergeben hat, dann sucht man als Startup am besten jemanden, der bereits Erfahrung mit dem Verwalten einer Facebook- oder Instagram-Seite gesammelt hat. Generell ist es eher schwierig den Erfolg von Social Media Marketing zu messen.

Übrigens wird demnächst ein Bachelorstudiengang in der Richtung Social Media und Video Marketing in München angeboten.

Gut zu Wissen …

… wer nicht täglich postet, verliert. Versucht auf euren Kanälen mit kontinuierlichen Posts die Emotionen eurer Kunden zu wecken. Kontinuierlich bedeutet auch, dass die Follower wissen sollten, wann mit neuem Inhalt zu rechnen ist.