Ein Weltenreisender aus Tirol: David Tschabitscher.

Heutzutage ist das Reisen gar nicht mehr so schwierig. Viele Menschen lieben es, die meisten meiner Generation, würde ich sagen, sind sehr häufig unterwegs. So auch der in Silz geborene Weltenreisende David Tschabitscher (links im Bild). Aber nicht nur das. Neben seinen interessanten, vielfältigen Reisen in 42 Länder, ist der junge Mann mit drei abgeschlossenen Studien in Philosophie und Linguistik an der Universität Innsbruck sowie Management an einer Topuniversität in Bangkok auch Autor und Unternehmer. David hat bereits sechs Unternehmen gestartet. Um mehr über seine zahlreichen Aktivitäten, seinen gelungenen Mix aus Unternehmertum, Literarischem und Reisefreudigkeit, wie seinen kulturellen und ökonomischem Reichtum in Erfahrung zu bringen, trafen wir den Motivator & Coach David Tschabitscher.

Unternehmer – Philosoph – Reisender

Man merkt es gleich, nicht nur auf seinen Fotos. David ist so reich an Energie, an Erfahrungen, Lektüren wie Ideen. Auf die Frage wie er denn alles unter einem Hut bringe, antwort er: „ein Bekannter hat mir einmal erzählt, dass Reisefieber so wie Malaria ist. Wenn man sich einmal damit angesteckt hat, wird man es sein Leben lang nicht mehr los. Und wenn es kurzzeitig ruht, bricht es doch früher oder später wieder aus. Während Reisen die Abwechslung im täglichen Leben bietet, kommt durch das Lesen und Lernen die Abwechslung im Kopf dazu. Ich wurde irgendwie damit infiziert.“ David war bereits mit 19 Jahren selbstständig und gründete mit 20 sein erstes Unternehmen. Ihm fällt es schwer, zu sagen woher sein Ehrgeiz und Schaffensdrang kommt und meint bescheiden, dass ihm „das Lernen, die Liebe zum Reisen und Neues zu entdecken, schon seit er ein Jugendlicher ist, begleitet.“

Erfahrung in der Unternehmensgründung

In seinem ersten Studienjahr erarbeitet er sich sein Budget als Nachhilfelehrer und Warenpräsentator. Hier sammelt er seine ersten Erfahrungen in der Selbständigkeit was ihn in der Folge immer weiter in Richtung Unternehmensgründung führte. Vom Gewerbeschein zu Personengesellschaften zu den Kapitalgesellschaften. Dabei lernt er, dass man auf das Leben durch keine Schule und Universität vorbereitet wird, sondern oft ins kalte Wasser springen muss und dadurch am besten lernt. Wenn man ihn um einen Ratschlag fragen würde, so würde er sagen, dass es immer um Vorbereitung geht. „Bevor du dich in das Unternehmertum wagst, starte zuerst mit einer selbständigen Tätigkeit oder einem Vertriebsjob. Denn da lernst du das Verkaufen. Die meisten jungen Leute, die ein Unternehmen oder ein Startup gründen, haben zwar eine gute Produktidee, aber keine Vertriebserfahrung. Im echten Geschäftsleben benötigt man beides. Wobei die Vertriebserfahrung sogar noch wichtiger ist.“

Image und Wissen

Dass er immer gut gekleidet ist, fällt jedem auf. „»Style is more important than substance – initially«. „Es gibt nur einen ersten Eindruck. Und wenn dieser nicht passt, dann kommst du gar nicht dazu, dein Können bzw. dein Produkt zu präsentieren. Es muss heutzutage kein Anzug oder Krawatte mehr sein, das schreckt manche sogar ab, aber ein gepflegtes Auftreten zeugt von Respekt – vor dem anderen und auch sich selbst – und hilft immer. Ganz egal, welche Person man trifft, es ist immer ein Mensch und als solcher auf das erste Urteil angewiesen“, meint der begeisterte Leser der über 730 Bücher gelesen hat und aktuell zwei Bücher pro Woche liest, entschlossen auf meine Bemerkung hin.

Gehen ihm denn die Ideen nie aus?

Auf diese Frage antwortet er dezidiert, dass „das Schöne am Unternehmertum ist, dass man es mit vielen interessanten Personen zu tun habe, und da automatisch immer neue Ideen aufkämen. Aktuell habe ich zwei große Ziele: 1) bevor ich 30 bin, meine erste Million zu machen, 2) alle Länder der Welt zu bereisen.“ Das Lieblingsumfeld des freiheitssuchenden Davids ist das Unternehmertum. Nach einer Zeit der Suche sei er dort angelangt, wo er das machen könne, was er wirklich will. „»Lernen und das Gelernte an andere Personen weiterzugeben« – und das nicht 1 zu 1, sondern mittels Technik, damit ich viele Personen erreichen kann. Mein Buchclub und die digitalen Produkte darum herum sind das passende Vehikel dafür“, meint der sich in seiner Heimat wohlfühlende Tiroler begeistert. Diese Begeisterung steckt gewissermaßen an.

Gründen in Tirol

„Im Nachhinein würde ich sagen, dass die Bürokratie und die Steuern am ehesten Nachteile sind. Aber verglichen mit dem globalen Feld, gibt es bei uns eine gewisse Stabilität und wenig Korruption, was es einem neuen Unternehmer leichter macht“, so sein Fazit zur Unternehmensgründung im Herzen der Alpen. Doch er geht noch einen Schritt weiter und betrachtet sich selbstkritisch: „Ich habe viel Zeit damit verloren, dass ich Ideen hatte und viel Arbeit in Projekte gesteckt habe, die dann schlussendlich nicht funktioniert haben. Heute würde ich – bevor ich auch nur eine Stunde in ein Produkt stecke – testen, ob sich das Produkt überhaupt verkaufen lässt. Und erst dann, wenn ich proof-of-market und proof-of-concept habe, mit der Entwicklung beginnen.“ Der fleißige Unternehmer mit langjähriger Berufs- und Lebenserfahrung glaubt ganz fest daran, dass man sich als Unternehmer persönlich unglaublich weiterentwickeln kann. Dem Netzwerken gibt er eine besondere Bedeutung. Aus Fehlern solle man lernen. Nicht nur aus den eigenen.

Noch drei kurze Fragen an David:

  1. Am Ende deiner Homepage steht das folgende Zitat: „Substituiere dich selbst“ von Fredmund Malik, was ist damit gemeint?
    „Arbeite ständig an dir und verbessere dich. Denn die Welt verändert sich rasend schnell und wer sich nicht selbst durch eine bessere Version seiner selbst substituiert, bleibt auf der Strecke.“
  1. Ittelos OG, Apson KG, MCProof, Hamacama OG usw.: in welche unternehmerischen Zweige bist du bereits eingetaucht? Was genau machen diese Unternehmen?
    „Das war 2x internationaler Handel (Apson und Hamacama), wobei einmal Hängematten und beim anderen maßgeschneiderte Kleidung das Produkt waren. Gerade die maßgeschneiderte Kleidung war die Königsdiziplin des Handels – denn man hat nur mit individuellen Produkten zu tun, was eine immense logistische Herausforderung darstellt. McProof habe ich in Thailand während meines Studiums gestartet – als Marke, um Speedreadingkurse zu geben. Und Ittelos ist jetzt mein IT-Sandkasten. Jedes neue Projekt wird hier entwickelt und dann entweder verworfen oder ausgegründet.“
  1. Sonst noch etwas was du uns mitteilen willst?
    „Tragt euch doch in meinen kostenlosen Buchclub für Unternehmertum, Philosophie und Persönlichkeitsentwicklung ein: Ich freue mich über jeden Einzelnen, der mitliest und mitdiskutiert.“

(c) Fotos: David Tschabitscher